Die Vögel fliegen hin und her und finden bald kein Futter mehr

Hey Folks!

Heute melde ich mich für meine Freunde zu Wort!

© evarin20 - Fotolia.comJetzt wird es draussen kalt
und weisser Schnee fällt bald.
Die Vögel fliegen hin und her
und finden bald kein Futter mehr.
Kommt, bauen wir ein Haus
und streuen Futter darin aus,
für unsre liebe Vogelschar,
so wie im vergangnen Jahr.

© evarin20 - Fotolia.comEine dicke Schneedecke liegt auf Feldern, Sträuchern, Dächern und im Garten. Die Schneeflocken verzaubern uns und versetzen mich in eine frohe Stimmung. Ich gerate bei Schneefall und frisch verschneiten Wäldern total aus dem Bau, ähm, aus dem Häuschen. Hey, es ist so toll, mit hängender Zunge diesen tanzenden Wasserkristallen hinter her zu hecheln und sie einzufangen. Aber darüber will ich ja nicht berichten, sondern über meine lieben Freunde, die Vögel.

Die sind ja grundsätzlich an die Lebensbedingungen hier ganz gut angepasst – so wie ich, der schlaue Fux auch. Doch wenn über mehrere Tage eine geschlossene Schneedecke liegt, Dauerfrost oder Eisregen uns plagen, dann kann die Fütterung durch Menschen eine Überlebenshilfe für unsere gefiederten Freunde sein. Die Winterfütterung unterstützt vorallem heimische Vogelarten und Gastvögel, die in ihrer Zahl sowieso schon häufig vertreten und nicht gefährdet sind. Seltene, ja sogar bedrohte Vogelarten werden kaum an den Futtertrog kommen.

© evarin20 - Fotolia.comWichtig ist, dass die Futterstellen trocken und von argen Witterungseinflüssen geschützt sind. Das Futter sollte nicht nass werden, da es dann verderben kann und Krankheitserregern besten Nährboden bietet – und das wollen wir ja nicht, oder? Unsere Vögel sollen gesund und stark bleiben, so dass sie den Winter gut überstehen und sich im Frühling wieder der Aufzucht ihrer Jungtiere widmen können. Schlaue Vogelforscher – zu denen ich schlauer Fux leider nicht gehöre – haben herausgefunden, dass Vogelweibchen, die den Winter durch gehaltvolles Futter zur Verfügung hatten, mehr Jungtiere aufziehen und somit den Fortbestand nachhaltiger sichern.

© evarin20 - Fotolia.comEs ist übrigens auch nicht so, dass durch deine Fütterung die Vögel zu Junk-Food-Bequemchen werden, nein! Vögel behalten ihre natürliche Nahrungsaufnahme bei und nehmen dein Angebot als Ergänzung an. Durch das erhöhte Nahrungsangebot kann auf demselben Raum ein grösserer Vogelbestand leben. Und hey, was gibt es Schöneres, als früh morgens von zwitschernden, trillierenden Vögeln geweckt und in den Tag begrüsst zu werden?! Hach, da geht mir das Herz grad über! Ich hab schon super Freunde! Nur leider wird ihr Wohnraum immer kleiner – und genau da kannst du als Mensch auch helfen, ihren Bestand zu sichern: mit vielfältigen und vogelfreundlichen Lebensräumen; das kann bereits im ganz Kleinen auf deinem Balkon oder in deinem Garten sein! Ich sag dazu vorerst einfach mal: einheimischer Zaubergarten 😉 Mehr Informationen hierzu findest du beispielsweise auf der Internetseite der Schweizerischen Vogelwarte Sempach – falls du dich jetzt schon für ein vogelfreundliches neues Gartenjahr schlau machen willst.

Also, so weit so gut. Nun weisst du, dass eine Vogelfütterung sinnvoll ist – doch WAS mögen nun unsere gefiederten Singmeisterinnen und Klopfmeister?

Die Meisen
Die Tannen tragen weisse Hauben
Zwitschernde Meisen sitzen im welken Laube.
Sie tänzeln von Ast zu Ast und Baum zu Baum
Haben kalte Füsschen und Hunger sicher auch.
Der Boden ist mit Schnee bedeckt
Und Eis hat ihn ganz starr geleckt.
Jetzt brauchen die Meisen Kerne
Vogelfutter mögen sie ganz gerne.
© Monika Minder

Vogelfutter_CoopIn der kalten Jahreszeit benötigen die Vögel Fettfutter. Ideal sind Sonnenblumenkerne und Hanfsamen. Dies habe ich bereits als Mischung bei uns im Dorf bei Coop gekauft und kann es nun in einem Vogelhäuschen verfüttern. Vermeide Mischungen, die grösstenteils aus Getreidekörner bestehen, denn diese werden fast nur von Tauben und Sperlingen gefressen.

Achte grundsätzlich auf naturnahes, qualitativ einwandfreies Futter, das nicht gesalzen oder andersweitig verarbeitet ist.

Im Steini, dem Pro Natura-Magazin für junge Natrubegeisterte, habe ich eine Anleitung für ein Recycling-Futterhäuschen gefunden. Hier siehst du, wie du mit einfachen Mitteln aus einer Getränkepackung im Handumdrehen ein Futterhäuschen herstellen kannst. Wenn du auf die Anleitung klickst, öffnet sich das Bild in einem neuen Tab und du kannst ohne Lupe lesen, wie du zu deinem DIY-Futterhäuschen kommst! Also ich werd’s sicher demnächst ausprobieren, versteht sich ja von selbst, oder?!?

Pro Natura, Steini 2012/12, Seite 18

Spätestens mit dem Besuch des Esels oder der Rentiere bei euch Menschen habt ihr Erdnüsschen in Hülle & Fülle. Nicht nur Zweibeiner stehen drauf, auch Zweiflügler ernähren sich gerne davon. Daher hier ein weiterer super DIY-Tipp!

Erdnuss-Schnur_1 Erdnuss-Schnur_2 Erdnuss-Schnur_3 Erdnuss-Schnur_4 Erdnuss-Schnur_5 Erdnuss-Schnur_6

Die Erdnuss mit einer stumpfen Wollnadel vorbohren. Die Nüsse mit einer spitzen Nadel auf ein witterungsbeständiges Garn aufziehen. Die Erdnuss-Schnur an einem trockenen Plätzchen aufhängen und warten, bis die Vögel die sorgfältig die Schalen aufbrechen und die Nüsse stibitzen.

Meisenknödel mit SitzhilfeSicherlich kennt ihr die Meisenknödel. Dies ist ebenfalls ein Fettfutter. Wohl wenigen ist bewusst, dass hier als Grundlage Rindertalg verwendet wird – es ist also definitv nicht vegan. Ich habe bei Coop ein Einweg-Vogelfutterhaus gefunden, das nur ‚Fett‘ und keinen ‚Rindertalg‘ als Zutat aufführt. Meine Produkteanfrage ist noch nicht beantwortet und somit kann ich euch noch keine Entwarnung geben. Ich habe jedoch bei der Wildvogelhilfe eine DIY-Anleitung gefunden, mit der sich vegane Meisenknödel (und zur Überschrift ‚Selbst gemachte Meisen-Futterglocken und Co‘ springen) herstellen lassen – Super, was?! Diese tolle Vogelfütterungs-Stelle habe ich übrigens bei uns am Weihnachtsmarkt erstanden. Eine Idee, die du auch selber umsetzen kannst, meinst du nicht?

Doch achte darauf – nicht jede Vogelart hat dieselben Futterbedürfnisse. Auf der Internetseite der Wildvogelhilfe habe ich eine detaillierte Zusammenstellung gefunden. Hier erfährst du, wo du das Futter je nach Vogelart darbieten solltest und welches ihre Leibspeise ist. Eine lesenswerte und äusserst interessante Website!

Hier eine erste Übersicht, übernommen von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach:

  • Körnerfresser (Vögel mit dickem, kräftigem Schnabel: Finken, Sperlinge, Ammern) bevorzugen Sonnenblumenkerne und Hanfsamen. Sie halten sich zusätzlich an das für Weichfresser empfohlene Futter.
  • Weich- und Insektenfresser (Vögel mit spitzem, schlankem Schnabel) fressen vorallem tierische Kost und feine Sämereien. Nur wenige Arten wie Amsel, Rotkehlchen und Star sind häufige und mehr oder weniger regelmässige Besucher am Futterbrett. Sie fressen gerne Haferflocken, Rosinen und Obst, das bereits etwas angefault sein darf, zerhackte Baum- und Haselnüsse, Fett und Quark.
  • Zugvögel kommen seltener ans Futterbrett. Sie können jedoch vor allem im Vorfrühling durch späten Schneefall in ihrer Nahrungssuche stark behindert werden. In solchen Situationen kann es für sie hilfreich sein, wenn wir Komposthaufen oder Miststöcke abdecken und unter Bäumen und Sträuchern oder auf einem Vorplatz den Schnee entfernen. Dort streuen wir etwas Haferflocken, Rosinen oder verteilen einzelne alte Äpfel.

Wer Vogelfutter nicht selber herstellen will, kann es unter anderem im Vegi Tierfutterversand bestellen. Im Angebot sind zwei Arten von Futtercakes für Vögel; in der Variante „Raisin & Nuts“ (Rosinen, Hirse, zerkleinertes Getreide und Erdnüsse) oder „High Energy“ (Sonnenblumenkerne, Hirse und mehrere Getreidesorten). Beide Produkte sind vegan!!! Sie sind in Grössen zu 340 Gramm erhältlich und kosten 5.90 Franken pro Stück. Passend dazu ist ein Draht-Korb erhältlich, in den man den Futtercake einfüllen und an passender Stelle aufhängen bzw. befestigen kann. Dieser kostet ebenfalls 5. 90 Franken pro Stück.

© evarin20 - Fotolia.comSo, für heute habe ich definitiv genug gequatscht! Ich hau nun ab in meinen Bau und hoffe, morgen von meinen gefiederten Freunden zu einem neuen Tag begrüsst zu werden.

Euch allen wünsche ich kurzweilige Stunden beim Do-It-Yourself-en und Vögel beobachten! Mögt ihr mir berichten, was ihr erlebt habt? Mich würd’s freuen!

Euer VeganFox – dieses Mal vor lauter Schnee unsichtbar…

Weiterführende Informationen und die fachlichen Grundlagen meines Beitrags finden sich auf:

Quellen der Gedichte:

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Ein Gedanke zu „Die Vögel fliegen hin und her und finden bald kein Futter mehr

  1. Hallo, liebe Rahel-Vogelmutter! Du hast dich mächtig ins Zeug gelegt für unsere gefiederten Freunde…Kompliment und herzlichen Dank! Die Bilder und die Schneeflocken, die über den Bildschirm schaukeln, finde ich bezaubernd!

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