Zum Muttertag – eine Widmung an mein ungeborenes Kind

© evarin20 – Fotolia.comMeine lieben Friends!

Die Sonne scheint, es grünt und blüht, die Vögel zwitschern. Ein toller Tag, um einen speziellen Tag mit seiner Mama zu verbringen. Voller Leben.

Vor Kurzem bin ich auf einen Text gestossen, den ich vor ein paar Jahren verfasst habe. Gerne möchte ich ihn sowie meine Gedanken mit euch teilen. Muttertag scheint mir dafür passend. Denn es gibt viele versteckte Mütter. Frauen, die Mutterfreuden entgegen sahen, deren Freude jäh ein Ende gesetzt wurde und diesen Schmerz stumm mit sich herum tragen. Mich hat es lange Zeit gekostet, die Trauer, die Wut und den unerfüllten Wunsch zu verarbeiten. In diesen Tagen wäre mein Kind vier Jahre alt geworden.

Mein geliebtes Kind – Fragmente

Was soll ich dir noch sagen? Wie das in Worte fassen, was mich bewegt, mir die Tränen in die Augen treibt, mich weinen lässt, alles in mir zusammenzieht?

Ich fühle mich leer und hilflos. Zu kurz war unser Glück. Zu schmerzhaft der Abschied, der gar keiner war.

Doch, ich weiss, was ich dir sagen möchte: Ich liebe dich. Ich liebte dich, ich freute mich auf dich, auf das Wunder des Lebens. Endlich da, lange ersehnt, zum Greifen nah – und plötzlich wieder weg. Der Schmerz, unendlich. Schwarz, abgrundtief. Warum nur, warum bist du von uns gegangen? Du wirst mir nie eine Antwort geben können. Ich hoffe nur, dass es dir jetzt gut geht, dass du geborgen und gut aufgehoben bist.

Geborgenheit, unbeschwerte Momente, das hätte ich dir gerne geschenkt. Kinderlachen im Wald, Sonnenstrahlen, die durch die Bäume auf den Boden fallen und uns wärmen, Feuer, das knistert und knackt. Plantschen im Bach und dich nachher ins grosse Badetuch einwickeln. Schneeflocken jagen, zu Hause eine warme Milch trinken.

Dich unterstützen, wenn du Hilfe brauchst, dir beistehen, wenn Freunde dich verlassen und dir Unrecht widerfährt.

 

Ja, auch ich wäre gerne Mutter geworden, hätte den Muttertag und all die anderen 364 Tage im Jahr mit meinem Kind und meiner Familie verbringen wollen. In guten wie in schlechten Zeiten.

Ich bin zuversichtlich und voller guten Dinge, auch ohne eigene Kinder ein erfülltes Leben zu leben. Ich bin froh, in einer Zeit und Gesellschaft zu leben, die das Frausein nicht auf die Rolle einer guten Ehefrau und Mutter reduziert, sondern in der es für Frauen genauso vielfältige Lebensentwürfe und berufliche Aussichten gibt.

Danke, habt ihr meinen Gedanken ein offenes Ohr und Herz geschenkt. Ich wünsche euch allen einen wunderbaren, erfüllenden Muttertag!

Herzlich,
eure Vegane Füxin

 

 

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2 Gedanken zu „Zum Muttertag – eine Widmung an mein ungeborenes Kind

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