Ei, Ei, Ei, ein Osterei! Wir lieben das Leben – oder die Mär vom glücklichen Huhn.

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Hey Folks! Bald, bald, bald ist Ostern!!!! Yay!

Doch warum feiern wir Ostern? Was hat es mit dem Osterei, dem Osterlamm und dem Osterhasen auf sich? Kommt ihr mit auf eine kleine Erkundungstour, meine Friends?

Ich hab ja schon mal zur Herbst-Tagundnachtgleiche meine Gedanken in die Tasten gehauen. Hui, da war ich ganz schön langatmig! Dieses Mal halte ich mich kurz – versprochen! Und ich lasse euch auch nicht zappeln, verrate ein paar meiner Geheimrezepte für ein bombastisches Osterfest – versprochen!

Abbildung Jahreslauf. Aus: Tscharner, Gisula & Knieriemen, Heinz. 2001. Hexentrank und Wiesenschmaus. Seite 8.Aaalso! Zur Einführung aber trotzdem nochmals ganz, ganz kurz diese tolle Abbildung von der Frau Tscharner. Denn sie zeigt so wunderbar bunt, kurz und knackig auf den Punkt gebracht den Wechsel der Jahreszeiten. Erkennst du, wo Ostern angesiedelt ist, my Friend? Genau! Bei der Frühlings-Tagundnacht-gleiche! Im Zuge der Christianisierung Europas wurden die heidnischen Feste mit christlichem Inhalt gefüllt. Und so feiern wir kurz nach dem Sieg des Lichtes über die Dunkelheit OSTERN, das Fest der Auferstehung. Eingebettet in den Lauf der Jahreszeiten ist dies der Moment der Hoffnung. Im Bild unserer bäuerlichen Vorfahren gesprochen, sind die Vorräte des Winters aufgebraucht. Nun treiben nach dem Winter die ersten jungen Triebe ans Licht, erstes Grün spriesst hervor, der erste Bärlauch wird sicht- und pflückbar. Wir feiern den Beginn des Frühlings.

Ostern war das erste Fest der frühen Christen; es entstand aus dem jüdischen Pessach-Fest, das ebenfalls im Frühling gefeiert wird. Alle anderen christlichen Feiertage fanden erst später Eingang in den Jahres-Fest-Kreis. Übrigens:  Ostern wird jedes Jahr am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert.

Ausgerechnet das Fest der Auferstehung von den Toten bringt unzähligen Tieren den Tod.

Wie kommt Ostern zum Ei? 

© evarin20 - Fotolia.comIn vielen Schöpfungsmythen rund um die Welt wird erzählt, dass Himmel und Erde aus einem Ei hervorgegangen seien. Im alten Ägypten war das Ei Symbol für das Weiterleben nach dem Tod. Im Christentum wurde das Ei Symbol für die Hoffnung und ein Zeichen für die Auferstehung von Jesus Christus. Während der Fastenzeit vor Ostern war nicht nur der Verzehr von Fleisch und üppigen Süssigkeiten verboten, auch auf Eier musste man verzichten. Sie wurden gesammelt und am Ostersonntag in der Kirche geweiht. Dann kamen die Eier zum ersten Mal seit Wochen wieder auf den Tisch. Oft waren sie liebevoll bemalt und verziert um zu zeigen, wie kostbar sie sind. Das Verschenken von bemalten Eiern war ein Zeichen der Freundschaft und der Liebe.

Das Ei ist also etwas sehr kostbares und ich sehe nicht ein, warum meine tierischen Federfreunde Tag für Tag geplagt werden, um industriell innert kürzester Zeit hunderte von Eiern zu legen – und dann als Dank weggeworfen werden. Leider halten wir uns heute wohl kaum noch an den Brauch des Verzichtens und so steigt der Eier-Bedarf rund um Ostern um 20%. Fristgerecht werden mehr Hühner angeschafft – und nach Ostern entsorgt. So viel zum Thema Fest des Lebens…. Traurig, nicht?

Hier findest du eine super Übersicht, was du anstelle von Eiern verwenden kannst. So musst du weder auf deine dir vertrauten Lieblingsspeisen verzichten, noch Tiere ausbeuten. Klick auf das Bild und du wirst auf die entsprechende Seite weitergeleitet, auf der du das Dokument als PDF herunter laden kannst.

Blog_2013-03-30_PETA_Backpapier_A4_neu

Wie steht’s um den Osterhasen?

© evarin20 - Fotolia.comDer Hase gilt als Symbol der Fruchtbarkeit. Er ist sehr fortpflanzungsfreudig und eines der ersten Tiere, das im Frühjahr seine Jungen zur Welt bringt. In der Kunst drückt der herumspringende Hase Fröhlichkeit aus. Teilweise wird er auch als Symbol der Auferstehung Christ gedeutet, was eine weitere Facette seiner Rolle als Osterhase aufzeigt.

Es war jedoch nicht immer der Osterhase, der die Eier brachte. Der hatte nämlich lange Zeit Konkurrenz. So brachte im bernischen Emmental sowie im Kanton Luzern und Zug der Kuckuck die Eier. Auch Storch, Fuchs und Hahn gelten als Eier-Überbringer.

Eine weitere Episode aus dem bäuerlichen Leben berichtet über die vor Ostern anstehende Zinszahlung an die Besitzer der bäuerlichen Ländereien in Form von Eiern. Schuldner, welche arm waren, selber zu wenig zu essen hatten und sich so vor diesem Tag fürchteten, wurden als „Hasen“ bezeichnet. Denn sie wären – wie die Feldhasen es bei Gefahr tun – am Liebsten vor diesen Terminen geflüchtet. Ob sich daraus das Wort „Angsthase“ ableiten lässt, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Wie dem auch sei – findest du es in Ordnung, dass Hasen für Fellbesätze und Osterbraten ihr Leben lassen müssen? Ich ganz und gar nicht. Auch wenn ich früher Hasen extrem gerne jagte, so sind sie heute meine geehrten und geachteten Freunde, wie auch meine Leserschaft meine Friends sind.

Das Osterlamm

© evarin20 - Fotolia.comDas Lamm gilt traditionell als Zeichen der Unschuld und des Lebens. Im Alten Testament war es ein Opfertier, das vorallem seinen festen Platz im jüdischen Pessach-Fest (Dieses erinnert an die Befreiung aus der Sklaverei) hatte. Es wurde auch zur Sühne der Sünden geschlachtet, wie die Tieropferung früher in vielen Regionen und Kulturen üblich war. Für die Christen symbolisiert die Kreuzigung Jesu und seinen Tod die Tilgung aller Sünden. Er wird oft als „Lamm Gottes“ bezeichnet, der unschuldig für die Menschheit gestorben ist.

Im christlichen Altertum wurde Lammfleisch zur Weihe unter den Altar gelegt; daraus wurde am Ostertag traditionellerweise die erste Mahlzeit zubereitet. Immer mehr wurde das Lamm durch Hasen oder Fasane abgelöst.

Jedes Jahr werden zu Ostern Millionen Lämmer, Ziegen und Schafe geschlachtet. Ich frage mich, ob es wirklich in Ordnung ist, ein Leben einem kurzen Gaumenkitzel zu opfern?

Bereits im Mittelalter wurden für Ostern Lämmer aus Teig gebacken. Dieser Brauch hält bis heute an. Das ist mir schon viel sympathischer als ein Stück totes Tier auf dem Teller zu haben. Ich habe zudem in den Weiten des grossen Netzes ein Osterlamm-Rezept entdeckt, das  100% tierleidfrei ist. Magst du es mal ausprobieren?

Ostern – das Fest des ewigen Lebens. Für Menschen und Tiere.

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Leckere, tierfreundliche Ostermenüs findest du beispielsweise

  • von PETA. Hier werden Spargel mit asiatischer Vinaigrette, Falsches „Rührei“, Falsches „Lammfilet“ mit Kartoffel-Lauch-Gratin, Rhabarberauflauf und ein Osterlamm aufgetischt. Klingt extrem verlockend, finde ich!
  • von TIF. Dieses Jahr kannst du dich mit einem Chicorée-Orangensalat, einer Lasagne mit Tofubolognese und einer Rüeblitorte festlich verköstigen. Und das ganz ohne Fleisch, Ei und Milch! Nom Nom!

Für mich gehört der Osterfladen zu Ostern wie das Amen zur Kirche. Darum möchte ich es euch nicht vorenthalten, eine vegane Variation vorzustellen. Diese findet ihr online im TifTopf, inkl. praktischer PDF-Variante, damit das Rezept in der Küche immer einsehbar ist. Leider habe ich noch keine Fotos von meinem eigenen Werk… :-O

Blog_2013-03-30_TIF_Osterfladen

Heute habe ich zudem einen Blogbeitrag gefunden, der Schritt-für-Schritt erklärt, wie du einfach zweierlei gefüllte Schoggi-Eier herstellen kannst. Das wäre doch voll der Hammer, oder?!

So, ich habe euch versprochen, mich kurz zu halten. Ob es mir gelungen ist, ist an euch zu beurteilen. Ich verabschiede mich jedenfalls nun, um mir meinen Einkaufskorb zu schnappen und leckere vegane, 100 % tierleidfreie Osterleckereien auf den Tisch und in den Mund zu zaubern. Natürlich darf da für den Zmorge auch ein Zopf nicht fehlen!

© evarin20 - Fotolia.comUnd was kocht ihr so? Ich freue mich über deinen Kommentar! Magst du mir sogar ein Bild von deinem Osterbrunch oder deinem Ostermenü mailen oder auf meiner Facebook-Seite posten? Mich tät’s riesig freuen!

Weiterführende Informationen

Zum Ei

Blog_2013-03-30_faltblatt_Eier

Zum Hasen

Zum Lamm

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Frohe Ostern, meine Friends!
Euer VeganFox.

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2 Gedanken zu „Ei, Ei, Ei, ein Osterei! Wir lieben das Leben – oder die Mär vom glücklichen Huhn.

  1. Liebe Rahel
    Herzlichen Dank für deine wiederum interessante VeganFox and Friends Post! Meiner Ansicht nach ist es dir gelungen, in wenigen Zeilen viel Wesentliches zu den aktuellen Themen auszuführen! Ich wünsche dir ein frohes Osterfest und viel Spass beim Kochlöffel schwingen…;-)!
    Mit lieben Grüssen, dein Mumi

    • Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Und alle Jahre wieder lachen uns Bilder von jungen Lämmern entgegen – tragisch und unfassbar, dass viele davon in unseren Kochtöpfen landen. Ausgerechnet an dem Fest, welches das Leben feiern will….

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